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Claudia Deeg in Hessen: Schüler wollen mehr Jugendthemen

Claudia Deeg (34. Lehrredaktion) ist heute Journalistin beim SWR. Am Tag der Pressefreiheit war sie an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Wiesbaden. Ihre Erfahrung:  Medien müssen junge Menschen besser ansprechen.

Manche Sachen ändern sich nie. Das Gewusel und Gequatsche frühmorgens vor und im Schulgebäude hört sich an wie früher, als die Gerhart-Hauptmann-Schule in Wiesbaden noch keine Realschule, sondern ein Gymnasium war. Im Computerraum dann Stille, Aufmerksamkeit.

Meine Frage: „Wie informiert Ihr Euch?“ ist von den insgesamt 65 Schülerinnen und Schülern, die mir in den jeweiligen Doppelstunden mit der 10E, der 10A und einer 9. Klasse gegenüber sitzen, kurz beantwortet: „Instagram, Snapchat, Youtube, Facebook“. Wenn die Jugendlichen für die Schule recherchieren, googlen sie und landen auch mal auf Seiten deutscher TV-Sender oder Zeitungen.

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Rückblick: Das war #journalistenschule 2018

Die Alumni der Deutschen Journalistenschule besuchten am Tag der Pressefreiheit, dem 3. Mai, ihre alten Schulen. Sie erklärten den Schülerinnen und Schülern, wie sie ihre Arbeit machen und trafen auf interessierte, kritische junge Menschen. Auf dem Stundenplan standen Diskussionen über Fake News, den Pressekodex und investigativen Journalismus. Ein Resümee.

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Birgit Wentzien in Niedersachsen: Fake News gab‘s schon immer

Birgit Wentzien (19. Lehrredaktion) ist heute Chefredakteurin bei Deutschlandfunk Politik. Am Albert-Einstein-Gymnasiums in Buchholz kam sie mit Schülern ins Gespräch und freute sich über kritische Fragen.

„Sind Sie Lobbyistin?“ Der Schüler der 11. Klasse steht aufrecht in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums mitten unter einhundert Mitschülern seines Jahrgangs und blinzelt ein wenig hinüber zum Gast. „Na klar bin ich Lobbyistin!“, antworte ich vorn am Rand der Bühne. „Lobbyistin der Pressefreiheit und Lobbyistin der Deutschen Journalistenschule! Für dieses Recht und für diese Institution bin ich heute hier!“

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Johannes Drosdowski in Bayern: Viele Fragen über Medien und Pressefreiheit

Johannes Drosdowski (54. Lehrredaktion) ist freier Journalist und arbeitet unter anderem für die tageszeitung. Im Werner-Heisenberg-Gymnasium in Garching hat er notiert, was die Schüler von ihm wissen wollten.

Eine Auswahl:

Warum werden manche Artikel so früh veröffentlicht — mit der Konsequenz, dass viele Fragen unbeantwortet bleiben? Könnte man damit dann nicht warten?

Ist es für Menschen mit Migrationshintergrund schwierig in Deutschland Journalist zu werden?

Wieso gibt es so viele Journalisten mit Abitur? Und so wenige ohne?

Liebe Sportjournalisten: Warum gibt es so wenige Artikel über Randsportarten?

Übrigens: In den kommenden Tagen wollen die Schüler der achten und neunten Klasse weitere Fragen auf Twitter und Instagram stellen, unter dem Hashtag #journalistenschule.

Carsten Hauptmeier in Hessen: Dieser Journalist kommt wieder

Carsten Hauptmeier (32. Lehrredaktion) hat Ende April das Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen besucht. Dort ist er zur Schule gegangen. Gestern hat er die Aktion an der Schule seiner Kinder, der Bettinaschule in Frankfurt am Main, wiederholt. Und er ist sicher: Das war nicht das letzte Mal.

Puh, das fordert, aber dennoch könnte es zur Gewohnheit werden: Schülerinnen und Schülern meinen Beruf zu erklären, für Qualitätsjournalismus zu streiten, mich ausfragen und hinterfragen zu lassen. Gleich zweimal ging ich für #journalistenschule an Schulen: am 20. April an meine alten Schule, das Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen, wo 200 Jugendliche in der Aula saßen; und am 3. Mai, dem Tag der Pressefreiheit, zu immerhin noch 100 Schülern an die Bettinaschule in Frankfurt am Main.

Ich glaube, dass wir alle dabei viel gelernt haben – die Schülerinnen und Schüler hoffentlich, was Fake News und Fakten unterscheidet, wie wichtig verlässliche Quellen sind oder dass Medien in Deutschland nichts verschweigen, aber doch auch auswählen müssen, was sie berichten.

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Trolle am Werk: Twitter und die Aktion #journalistenschule

Zwischenzeitlich war der Hashtag auf Platz vier der am meisten verwendeten Tags. Das Problem: Jeder kann Hashtags verwenden – auch losgelöst von dem eigentlichen Kontext.

Mit #journalistenschule möchten wir Journalismus transparent machen. Wie arbeiten wir? Warum spielen Zeit und Geld auch im Journalismus eine Rolle? Deswegen sind gestern zum Tag der Pressefreiheit rund 100 Alumni der Deutschen Journalistenschule an ihre ehemaligen Schulen gegangen, um mit Schülern ins Gespräch zu kommen. Diese Aktion wurde und wird unter dem Hashtag #journalistenschule im Internet beworben.

 

Dieser Hashtag landete zwischenzeitlich auf Platz vier der am meisten verwendeten Tags. Je höher ein Hashtag in den Trends liegt, desto mehr Aufmerksamkeit erhält er. Damit ist er aber auch anfällig für Missbrauch derjenigen, die gerne Aufmerksamkeit hätten. „Trolle am Werk: Twitter und die Aktion #journalistenschule“ weiterlesen

Sebastian Grosser in Bayern: Er gibt den Schülern das Wort

Sebastian Grosser (53. Lehrredaktion) hat vor drei Jahren seine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule gemacht. Jetzt arbeitet er als trimedialer Korrespondent für den Bayerischen Rundfunk in Regensburg. Über seinen Schulbesuch am Gymnasium Parsberg hat er einen kurzen Film erstellt.

Foto: Rundschau BR
Sebastian Grosse vor den Schülern in Parsberg

Marion Ammicht in Bayern: Das will die Journalistin von den Schülern wissen

Marion Ammicht (32. Lehrredaktion) ist freie Kulturjournalistin und Filmautorin. Sie schickte den Schülern im St. Bonaventura-Gymnasium in Dillingen an der Donau schon vor ihrem Besuch einen Fragebogen: Was wir Journalisten euch Schüler schon immer mal fragen wollten.

Alle DJS-Alumni, die für #journalistenschule in ihre alten Schulen zurückgekehrt sind, hatten das gleiche Ziel: Mit Jugendlichen über Journalismus reden.

Wie sie das tun, war den Journalisten jedoch freigestellt. Und so sind ganz unterschiedliche Methoden entstanden. Marion Ammicht wollte zunächst einiges von den Schülerinnen und Schülern wissen:

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Niclas Seydack in Schleswig-Holstein: Über Hasskommentare und journalistische Kompetenz

Niclas Seydack (55. Lehrredaktion) ist für #journalistenschule 850 Kilometer quer durch Deutschland gefahren, von München nach Bad Schwartau an das Leibniz-Gymnasium. Er schreibt heute für Vice und 11Freunde. Am Tag der Pressefreiheit sprach er über seine Erfahrungen.

Was haben Sie vor Ihrem Besuch erwartet?

Ich dachte, die Schülerinnen und Schüler hätten kein Interesse an der Aktion und ich müsste erst einmal eine Faszination für unsere Arbeit und den Beruf schaffen.

Wie war es wirklich?

Sie waren deutlich interessierter, als ich erwartet habe. Wenn ich daran denke, was mich mit 16 interessiert hat, waren die Jugendlichen heute besser vorgebildet. Sie haben sehr präzise Fragen gestellt. Über Kriegsjournalismus zum Beispiel. Spannend fand ich auch die Frage, ob ich mich in meinem Beruf durch die deutsche Sprache eingeschränkt fühlen würde. Weil ich dadurch ja den Rest der Welt ausschließen würde. 

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